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14. Juli 2025

Wenn Kunststoff brennt – warum Brandschutz in unserer Branche so entscheidend ist

Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Und jedes Detail. Deshalb setzen wir auf umfassende Sicherheitsmaßnahmen: von der Mitarbeiterschulung bis hin zu groß angelegten Feuerwehrübungen auf unserem Betriebsgelände.

Wenn es in einem Betrieb mit Kunststoffverarbeitung oder -recycling brennt, sind besondere Maßnahmen gefragt. Denn Kunststoff verhält sich im Gegensatz zu anderen Materialien im Brandfall anders: Plastik schmilzt, brennt nicht immer offen, und setzt hochgiftige Gase frei, die für Menschen und Umwelt gefährlich sind. Genau deshalb ist es für uns, bei der Puhm Green GmbH wichtig, auf solche Szenarien vorbereitet zu sein.

Warum Kunststoffbrände besonders gefährlich sind

Viele Kunststoffarten wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) beginnen schon bei Temperaturen um 100 bis 260 Grad Celsius zu schmelzen. Im Gegensatz zu Holz oder Papier entstehen bei einem Kunststoffbrand keine harmlosen Rückstände, vielmehr entwickeln sich dabei aggressive Rauchgase wie Kohlenmonoxid, Chlorwasserstoff oder bei bestimmten Kunststoffen sogar Dioxine und Furane. Diese Substanzen sind hochgiftig, teilweise krebserregend und können Atemwege, Haut und Schleimhäute schwer schädigen.

Besonders tückisch ist dabei: Kunststoff lässt sich nicht mit Wasser löschen. Denn durch die Hitze schmilzt das Material zu einer zähflüssigen Masse, die sich weiter ausbreitet und dabei brennbare Gase freisetzt. Ohne gezielte Maßnahmen kann ein solcher Brand schnell außer Kontrolle geraten.

Gerüstet für den Ernstfall – unsere Feuerwehrübung

Um genau diesen Gefahren zu begegnen, haben wir im vergangenen Jahr eine realitätsnahe Feuerwehrübung auf unserem Gelände durchgeführt. Gemeinsam mit den Feuerwehren aus Kleinschweinbarth, Steinebrunn, Stützenhofen und Drasenhofen wurde ein Lagerhallenbrand simuliert, inklusive der Rettung zweier vermisster Mitarbeitender. Über 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz, ausgerüstet mit Atemschutzgeräten und spezialisiertem Equipment.

Ziel der Übung war es nicht nur, den Ablauf im Ernstfall zu trainieren, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Feuerwehr zu optimieren. Besonders wichtig war dabei die Koordination zwischen den Teams, denn nur wer Abläufe kennt und verinnerlicht hat, kann im Ernstfall schnell und richtig handeln.

 

Sicherheit beginnt beim Wissen – deshalb schulen wir unser Team

Neben der technischen Vorbereitung spielt die Unterweisung unserer Mitarbeitenden eine ebenso zentrale Rolle. Nur wer die Risiken kennt, kann im Ernstfall richtig reagieren. Denn Wissen ist und bleibt der wirksamste Schutz im Brandfall.

Worüber unsere Mitarbeitenden bei uns aufgeklärt werden:

  • Wodurch entsteht ein Brand speziell bei Kunststoffabfällen
  • Wie verhalten sich Kunststoffe im Brand
  • Welche Gase entstehen und wie schützt man sich
  • Welche Schritte sind im Notfall zu setzen
  • Die eigene Sicherheit steht immer an erster Stelle!

 

Unser Fazit: Wer vorbereitet ist, schützt nicht nur sich selbst

Ein Brand ist ein Extremfall, der hoffentlich bei uns nicht eintritt, trotzdem schützt Wissen und Vorbereitung. Deshalb nehmen wir praxisnahe Schulungen in Anspruch, setzen auf eine enge Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und schaffen intern Bewusstsein für die besonderen Gefahren, die mit dem Werkstoff Kunststoff einhergehen.

Sicherheit ist kein Zufall, sondern die richtige Vorbereitung. Eine, die wir als verantwortungsvolles Recyclingunternehmen leben. „Als Recycling-Unternehmen haben wir uns der Nachhaltigkeit verschrieben, das zieht sich durch alle Bereiche und hört bei unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nicht auf. Und Nachhaltigkeit bei den Mitarbeitenden heißt, in jeder Form ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten“, betont Joachim Puhm abschließend.