Der Begriff Closed Loop wird in der Kreislaufwirtschaft häufig verwendet – aber selten einheitlich definiert. Wir klären auf und zeigen, wie es für Unternehmen wirtschaftlich wird:
Für manche bedeutet Closed Loop, dass ein Material zumindest recycelt wird. Für andere reicht es, wenn Kunststoff im System bleibt, auch wenn er am Ende in einer anderen Anwendung landet. Diese Unschärfe sorgt in Unternehmen zunehmend für Unsicherheit. Nachhaltigkeitsmanager, Einkäufer und Geschäftsführer stehen bei der Vergabe ihrers Recyclingauftrags vor der Frage, was sie tatsächlich zusagen – und was sie wirklich umsetzen können.
Was bedeutet „Closed Loop“ im Kunststoffrecycling?
Ein echter Closed Loop ist eine Form des Post-Consumer Recyclings, bei dem:
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sortenreine Kunststoffabfälle
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in einem geschlossenen Stoffstrom
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zu einem gleichwertigen Produkt
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mit definierter Rezyklatqualität
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für denselben Anwendungszweck verarbeitet werden.
Im Unterschied zum offenen Recycling kehrt der Sekundärrohstoff in die ursprüngliche Anwendung zurück.
Definition: Closed Loop nach Puhm
Unsere Definition eines geschlossenen Stoffstroms ist bewusst sehr eng. Die Puhm Green GmbH vertritt eine klare Haltung – für uns gilt ein einfacher Grundsatz:
Was vorher Big Bag war, wird wieder Big Bag.
Was vorher Folie war, wird wieder Folie.
Was vorher Textil war, wird wieder Textil.
Und wenn möglich, geht der Kreislauf noch einen Schritt weiter:
Der Abfallerzeuger erhält sein eigenes recyceltes Material als neues Produkt zurück und setzt es wieder im eigenen Unternehmen ein. Nur dann sprechen wir von einem echten geschlossenen Kunststoffkreislauf.
Warum Closed Loop kein Marketingversprechen ist
Die Wirtschaftlichkeit von geschlossenen Kunststoff-Kreisläufen entsteht nicht durch Labels.
Sie entsteht durch:
Recycling ist kein Trend, sondern Handwerk, erklärt Gabi Puhm. Ein geschlossener Kreislauf wird mit jeder Umlaufzahl stabiler – weil Prozesse optimiert und Materialströme präziser werden.
Wir wissen, dass unsere Definition von Closed Loop anspruchsvoll ist. Im technischen Kreislauf, wie ihn die >> Ellen MacArthur Foundation beschreibt, sollen Materialien möglichst werterhaltend im System geführt werden. Unser Closed-Loop-Ansatz folgt genau diesem Prinzip – jedoch mit klarer Rückführung in dieselbe Anwendung.
Closed Loop funktioniert – wenn man ihn ernst meint. Als Bekenntnis zur Verantwortung für den eigenen Kunststoff. Wer den eigenen Abfall wieder als eigenes Produkt zurücknimmt, schließt nicht nur den Kreis. Er schafft Transparenz, Stabilität und langfristige Wertschöpfung.
So verstehen wir einen geschlossenen Kunststoff-Kreislauf bei Puhm.