Kunststoffrecycling erleben: VS Drasenhofen zu Besuch bei Puhm
Wie erleben Kinder Kunststoff-Recycling in der Praxis? Die VS Drasenhofen entdeckt bei Puhm den Wert von Ressourcen und Recycling.
31. August 2026
Blog
Plastics & Recycling
7. April 2026

Der Begriff Closed Loop wird in der Kreislaufwirtschaft häufig verwendet – aber selten einheitlich definiert. Wir klären auf und zeigen, wie es für Unternehmen wirtschaftlich wird:
Für manche bedeutet Closed Loop, dass ein Material zumindest recycelt wird. Für andere reicht es, wenn Kunststoff im System bleibt, auch wenn er am Ende in einer anderen Anwendung landet. Diese Unschärfe sorgt in Unternehmen zunehmend für Unsicherheit. Nachhaltigkeitsmanager, Einkäufer und Geschäftsführer stehen bei der Vergabe ihrers Recyclingauftrags vor der Frage, was sie tatsächlich zusagen – und was sie wirklich umsetzen können.
Ein echter Closed Loop ist eine Form des Post-Consumer Recyclings, bei dem:
sortenreine Kunststoffabfälle
in einem geschlossenen Stoffstrom
zu einem gleichwertigen Produkt
mit definierter Rezyklatqualität
für denselben Anwendungszweck verarbeitet werden.
Im Unterschied zum offenen Recycling kehrt der Sekundärrohstoff in die ursprüngliche Anwendung zurück.
Unsere Definition eines geschlossenen Stoffstroms ist bewusst sehr eng. Die Puhm Green GmbH vertritt eine klare Haltung – für uns gilt ein einfacher Grundsatz:
Was vorher Big Bag war, wird wieder Big Bag.
Was vorher Folie war, wird wieder Folie.
Was vorher Textil war, wird wieder Textil.
Und wenn möglich, geht der Kreislauf noch einen Schritt weiter:
Der Abfallerzeuger erhält sein eigenes recyceltes Material als neues Produkt zurück und setzt es wieder im eigenen Unternehmen ein. Nur dann sprechen wir von einem echten geschlossenen Kunststoffkreislauf.
In der Praxis sehen wir häufig, dass Recycling zwar stattfindet, der Kreislauf aber offen bleibt:
Materialien wandern von Anwendung zu Anwednung (zB. Folie → Verpackungsband → Palette)
Qualität sinkt mit jedem Zyklus
der Stoffstrom ist nicht mehr rückverfolgbar
Unternehmen verlieren die Kontrolle über ihr Material
Das ist zwar ökologisch sinnvoller als Entsorgung. Aber es ist kein geschlossener Kreislauf: Materialqualitäten werden schwer vergleichbar, ESG-Daten bleiben abstrakt, und die Frage nach langfristiger Rohstoffsicherheit bleibt offen.
Ein streng geschlossener Kreislauf schafft hingegen Klarheit, der Stoffstrom bleibt nachvollziehbar:
| Offener Recyclingkreislauf | Echter Closed Loop |
|---|---|
| Anwendung wechselt | Rückführung in dieselbe Anwendung |
| Materialparameter verändern sich | Materialqualität bleibt definiert |
| Stoffstrom endet außerhalb des Ursprungsunternehmens | Rückführung zum ursprünglichen Abfallerzeuger |
| Qualität sinkt oft mit jedem Umlauf | Gleichwertiges Produkt entsteht erneut |
| Downcycling | Geschlossener Materialkreislauf |
Es beginnt nicht im Recyclingprozess, sondern bei der Anfallstelle.
Dort zeigt sich, ob ein Kreislauf überhaupt möglich ist. Entscheidend sind:
sortenreine Trennung direkt an der Anfallstelle
stabile Materialzusammensetzungen
klare Rückführungssysteme
dokumentierte Stoffströme für Nachweise
Closed Loop ist kein reines Recyclingthema, sondern ein Prozess- und Systemthema, erklärt Joachim Puhm. Und Rückführung ist kein Nice-to-have, sondern der entscheidende Schritt. Was gestern Folie war, soll morgen wieder Folie werden – und zwar für den ursprünlichen Abfallerzeuger. Denn erst wenn der Kreislauf geschlossen ist, verändert sich die Wirtschaftlichkeit.
Ein echter geschlossener Kunststoffstrom schafft:
Weniger Abhängigkeit von volatilen Primärrohstoffmärkten.
Definierte Materialparameter statt schwankender Mischqualitäten.
Nachvollziehbare Stoffströme statt rechnerischer Quotenmodelle.
Der Wert des Materials bleibt im Unternehmen.
Glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation ohne Greenwashing.
Die Wirtschaftlichkeit von geschlossenen Kunststoff-Kreisläufen entsteht nicht durch Labels.
Sie entsteht durch:
Prozessverständnis
technische Expertise
klare Qualitätskriterien
langfristige Partnerschaften
Recycling ist kein Trend, sondern Handwerk, erklärt Gabi Puhm. Ein geschlossener Kreislauf wird mit jeder Umlaufzahl stabiler – weil Prozesse optimiert und Materialströme präziser werden.
Wir wissen, dass unsere Definition von Closed Loop anspruchsvoll ist. Im technischen Kreislauf, wie ihn die >> Ellen MacArthur Foundation beschreibt, sollen Materialien möglichst werterhaltend im System geführt werden. Unser Closed-Loop-Ansatz folgt genau diesem Prinzip – jedoch mit klarer Rückführung in dieselbe Anwendung.
Closed Loop funktioniert – wenn man ihn ernst meint. Als Bekenntnis zur Verantwortung für den eigenen Kunststoff. Wer den eigenen Abfall wieder als eigenes Produkt zurücknimmt, schließt nicht nur den Kreis. Er schafft Transparenz, Stabilität und langfristige Wertschöpfung.
So verstehen wir einen geschlossenen Kunststoff-Kreislauf bei Puhm.
Lassen Sie uns Ihre Materialströme analysieren – und prüfen, wo ein echter geschlossener Kreislauf realistisch umsetzbar ist.
Recycling bedeutet, dass ein Material wiederverwertet wird. Closed Loop geht einen Schritt weiter: Das Material wird zu einem gleichwertigen Produkt in derselben Anwendung verarbeitet. Während Recycling oft zu Downcycling führt, bleibt im Closed Loop die Materialqualität definiert und der Stoffstrom geschlossen.
Im Kunststoffrecycling bedeutet es, dass sortenreine Kunststoffabfälle in einem geschlossenen Stoffstrom zu einem gleichwertigen Produkt für denselben Einsatzzweck verarbeitet werden. Idealerweise kehrt das recycelte Produkt oder das Rezyklat zum ursprünglichen Abfallerzeuger zurück und wird dort erneut eingesetzt.
Ja, ein geschlossener Material-Kreislauf wird wirtschaftlich sinnvoll, wenn stabile Materialströme und definierte Qualitäten sichergestellt sind. Unternehmen profitieren von planbarer Rezyklatqualität, geringerer Abhängigkeit von Primärrohstoffen und belastbaren ESG-Daten. Langfristig erhöht ein geschlossener Kreislauf die Rohstoffsicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.
Beitragsbild: KI-generiert (ChatGPT)
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