Big Bag to Big Bag Recycling
Ein Praxisbeispiel von Puhm zeigt, wie aus gebrauchten Big Bags wieder neue Big Bags entstehen – Big-Bag-Recycling: Jetzt informieren!
10. August 2026
Blog
Plastics & Recycling
20. Juli 2026

Was passiert mit gebrauchten Schuhen, wenn sie nicht mehr getragen werden? Im Idealfall werden sie nicht einfach entsorgt, sondern als wertvoller Rohstoff betrachtet.
Wie aus gebrauchten Schuhen wieder Rohstoff wird, zeigt ein gemeinsames Projekt von legero united und Puhm Plastics & Recycling: Im Rahmen einer Sammelaktion im shoemakers outlet in Feldkirchen bei Graz werden gebrauchte Schuhe gesammelt, um daraus Sekundärrohstoff für neue Anwendungen zurückzugewinnen.
Das macht deutlich: Kreislaufwirtschaft beginnt nicht erst in der Recyclinganlage. Sie beginnt dort, wo Materialien gesammelt, getrennt, sichtbar gemacht und gezielt wieder in den Prozess zurückgeführt werden. Bei diesem Projekt wird deshalb der gesamte Kreislauf betrachtet – von der Sammlung über die Zerkleinerung bis hin zur Frage, wie der gewonnene Rohstoff wieder eingesetzt werden kann.
Schuhe bestehen aus vielen unterschiedlichen Materialien.
Neben Leder, Textilien, Klebstoffen und Sohlenbestandteilen enthalten sie oft auch Kunststoffe und Verbundmaterialien. Genau das macht das Recycling anspruchsvoll – aber auch wertvoll: Denn in gebrauchten Produkten steckt häufig mehr Potenzial, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Was im Alltag als Abfall wahrgenommen wird, kann in einem gut geplanten Recyclingprozess wieder zu einem nutzbaren Rohstoff werden.
Für Unternehmen bedeutet das: Wer Kreislaufwirtschaft ernst nimmt, muss sich frühzeitig fragen, wo der eigene Rohstoff nach der Nutzung wieder verwertet und eingesetzt werden kann.
Damit Recycling funktionieren kann, braucht es eine saubere und gut organisierte Sammlung. Bei legero united wurde dafür ein eigener Sammelständer entwickelt, der im shoemakers outlet eingesetzt wird.
„Die Idee dahinter war bewusst ganzheitlich: Der Sammelständer wurde aus Altholz gefertigt, die verwendeten Sammelsäcke bestehen aus 100 % Recycling-Material. Damit wird bereits beim Sammeln sichtbar, worum es geht: Kreislaufwirtschaft umfasst nicht nur das Produkt, sondern auch die Hilfsmittel, die Prozesse und die gesamte Organisation rund um die Sammlung,“ erklärt Joachim Puhm, Geschäftsführer der Puhm Green GmbH.
Die gebrauchten Schuhe werden damit nicht achtlos entsorgt, sondern wertig gesammelt. Das ist wichtig, weil die Art der Sammlung auch die Wahrnehmung verändert. Wenn ein Produkt hochwertig war, sollte auch seine Rückführung in den Kreislauf entsprechend wertschätzend gestaltet sein.
Recycling allein reicht nicht aus, wenn Produkte nicht kreislauffähig gedacht werden. Deshalb geht es bei Projekten wie diesem nicht nur um die technische Frage: „Kann man das Material zerkleinern?“
Mindestens genauso wichtig ist die Frage: „Wie muss ein Produkt künftig gestaltet sein, damit seine Materialien einfacher zurückgewonnen und wiederverwendet werden können?“
Genau hier setzt der Gedanke von Design for Circular Economy an. Produkte werden nicht nur für Nutzung, Qualität und Funktion entwickelt, sondern auch für ihre spätere Rückführung in den Kreislauf.
legero united hat erkannt, dass eigener Rohstoff für künftige Recycling-Anwendungen nicht zufällig entsteht. Er muss gesammelt, analysiert, aufbereitet und wieder nutzbar gemacht werden. Damit wird aus einem Abfallstrom ein Rohstoffstrom – so macht Schuhe recyceln Sinn.
Puhm Plastics & Recycling bringt in dieses Projekt langjährige Erfahrung aus dem Kunststoffrecycling ein. Obwohl Schuhe komplexer aufgebaut sind als klassische Kunststoffabfälle, sind viele Grundfragen ähnlich:
Für dieses Projekt wurden gemeinsam mit legero united die Anforderungen besprochen, geeignete Partner ausgewählt und erste Schritte zur Zerkleinerung und Rückgewinnung des Materials umgesetzt.
„Wir sehen uns nicht als reiner Berater, sondern als Umsetzungspartner. Wir beschreiben Kreislaufwirtschaft nicht theoretisch, sondern bauen konkrete Prozesse auf, binden Partner ein, organisieren Materialflüsse und machen Recycling praktisch möglich“, erklärt Gabi Puhm, Geschäftsführerin der Puhm Green GmbH.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Schuh-Recycling-Projekts mit legero ist die regionale Zusammenarbeit. Für die Zerkleinerung der Schuhe wurde mit Wagner Shredder ein österreichischer Partner eingebunden, der auf Recycling- und Zerkleinerungstechnik spezialisiert ist.
Damit zeigt dieses Projekt auch, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis oft funktioniert: nicht als Einzelleistung eines Unternehmens, sondern als Zusammenspiel mehrerer Partner entlang der Wertschöpfungskette. Wenn Sammlung, Logistik, Recyclingtechnik, Materialwissen und Produktentwicklung ineinandergreifen, entstehen Lösungen, die über klassische Entsorgung hinausgehen.
Das gemeinsame Projekt mit legero united zeigt, wie aus einer Idee ein konkreter Kreislauf entstehen kann. Gebrauchte Schuhe werden gesammelt, als Rohstoff betrachtet, technisch aufbereitet und perspektivisch wieder für neue Anwendungen nutzbar gemacht. Gleichzeitig wird deutlich: Kreislaufwirtschaft ist mehr als Recycling. Sie beginnt bei der Sammlung, berücksichtigt die Gestaltung von Produkten und braucht Prozesse, die im Unternehmensalltag funktionieren.
Für Unternehmen, die eigene Kunststoff- oder Wertstoffströme besser nutzen möchten, ist dieses Projekt ein gutes Beispiel: Wer Materialien im Kreislauf halten will, braucht nicht nur ein Konzept, sondern jemanden, der die praktische Umsetzung organisiert. Entdecken Sie weitere Praxisbeispiele für erfolgreiches Kunststoff-Recycling.
Wir unterstützen Unternehmen praktisch dabei, Kunststoffabfälle, Produktionsreste und Verpackungsmaterialien sinnvoll im Kreislauf zu halten.
Gebrauchte Schuhe können durch gezielte Sammlung, Zerkleinerung und Aufbereitung als Sekundärrohstoff zurückgewonnen werden. So entsteht aus einem Produkt, das sonst als Abfall endet, wieder Material für neue Anwendungen – ein gutes Beispiel für die Kreislaufwirtschaft in der Praxis.
Design for Circular Economy bedeutet, Produkte so zu entwickeln, dass ihre Materialien nach der Nutzung leichter zurückgewonnen und wiederverwendet werden können.
Puhm Plastics & Recycling unterstützt Unternehmen bei der praktischen Umsetzung von Recyclingprozessen – von der Materialanalyse über die Sammlung bis zur Einbindung geeigneter Recycling-Partner.
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