Joachim Puhm arbeitet am Schreibtisch, Aktuelles erfahren Sie in unserem PUHM-Blog

FAQ - Wir beantworten:
Häufige Fragen zu Kunststoffabfällen, Recycling und Kreislaufwirtschaft

Hier finden Sie Antworten von Puhm Plastics & Recycling auf häufige Fragen (FAQ) rund um den Ankauf, die Abholung und das Recycling von Kunststoffabfällen.

Da jeder Materialstrom unterschiedlich ist, können nicht alle Fragen pauschal beantwortet werden. Für individuelle und spezifische Fragen nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf – wir prüfen Ihre Kunststoffabfälle und beraten Sie zu einer passenden Lösung für Sammlung, Verwertung und Kreislaufführung.

KUNSTSTOFFABFÄLLE VERKAUFEN:
Kunststoffankauf und Voraussetzungen

Wir kaufen vor allem sortenreine Kunststoffabfälle aus Handel, Gewerbe und Industrie an, für die eine geeignete Recyclingmöglichkeit besteht und die erforderliche Mindestmenge erreicht wird.

Nicht angekauft werden in der Regel gemischte, stark verschmutzte oder schwer verwertbare Kunststoffe sowie Produkte, die aus mehreren Materialien bestehen. Dazu zählen beispielsweise Silofolien, Styroporabfälle, alte Reifen, Plastikmöbel, Schläuche, Kunststoffe von technischen Geräten, Stoßstangen und Plastikspielzeug.

Ob ein Material für den Ankauf geeignet ist, prüfen wir gerne anhand von Fotos sowie Angaben zu Kunststoffart, Menge und Zustand – nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Für eine erste Einschätzung senden Sie uns am besten Fotos, Angaben zur Kunststoffart, zur ungefähren Menge und zum Standort. Wir prüfen die Materialqualität und beraten Sie bei Bedarf zur Sortierung und zur Vermeidung von Störstoffen.

Wenn die Voraussetzungen für den Ankauf von Kunststoffen erfüllt sind, erstellen wir für Sie ein unverbindliches Angebot. Der Preis richtet sich unter anderem nach Kunststoffart, Sortenreinheit, Menge, Aufbereitung und aktueller Marktlage. Anschließend stimmen wir die Abholung mit Ihnen ab.

Nein. Wir kaufen Kunststoffabfälle von Unternehmen aus Handel, Gewerbe und Industrie an. Voraussetzung sind geeignete Materialqualitäten und ausreichende Mengen, damit Sammlung, Transport und Verwertung wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll organisiert werden können.

Privatpersonen wenden sich bitte an die kommunale Abfallsammlung, ein Altstoffsammelzentrum oder den örtlichen Entsorgungsbetrieb.

Ja. Wir organisieren die Abholung Ihrer Kunststoffabfälle in Zusammenarbeit mit geeigneten Speditionspartnern. Der Abholtermin wird vorab mit Ihnen abgestimmt; anschließend wird das Material vom vereinbarten Standort zur weiteren Verwertung transportiert.

Nein. Wir kaufen Kunststoffabfälle von Unternehmen in Österreich an. Dadurch können wir Transportwege kurz halten und Sammlung, Logistik sowie Verwertung regional und effizient organisieren.

Soweit geeignete Kapazitäten und Verwertungsmöglichkeiten vorhanden sind, erfolgt auch das Recycling in Österreich.

Die Ankaufspreise für Kunststoffabfälle hängen unter anderem von der Kunststoffart, der Qualität, der Sortenreinheit, der Menge, dem Verschmutzungsgrad und der aktuellen Marktlage ab.

Deshalb prüfen wir jedes Material individuell. Auf Basis der Angaben und Fotos sowie gegebenenfalls einer Qualitätsprüfung erhalten Sie ein unverbindliches, auf Ihren Materialstrom abgestimmtes Angebot.

Bei Fragen zu Kunststoffabfällen, Ankauf, Sortierung, Sammlung oder Recyclinglösungen können Sie sich direkt an Joachim Puhm wenden. Sie erreichen ihn telefonisch unter +43 664 450 76 20 oder per E-Mail an office@puhm.eu.

MENGE und QUALITÄT DER MATERIALIEN:
Sortenreinheit und Recyclingfähigkeit

Sortenreiner Kunststoff besteht aus einer klar definierten Kunststoffart und ist möglichst frei von Fremdstoffen. Beispiele sind transparente LDPE-Folien oder PET-Flaschen, die jeweils getrennt gesammelt werden.

Die sortenreine Sammlung von Kunststoffabfällen ist wichtig, weil unterschiedliche Kunststoffarten häufig nicht gemeinsam recycelt werden können. Je sauberer und einheitlicher ein Materialstrom ist, desto besser lässt er sich zu hochwertigem Rezyklat verarbeiten und wieder in den Kreislauf zurückführen.

Recyclingfähig bedeutet, dass ein Kunststoff nach der Nutzung technisch sortiert, aufbereitet und zu einem neuen Rohstoff verarbeitet werden kann. Dafür müssen unter anderem die Kunststoffart, die Materialzusammensetzung, der Verschmutzungsgrad und die verfügbaren Recyclingverfahren zusammenpassen.

Gut recyclingfähig sind beispielsweise sortenrein gesammelte LDPE-Folien ohne störende Fremdstoffe. Verbundverpackungen aus mehreren fest miteinander verbundenen Materialien oder stark verschmutzte Kunststoffe lassen sich dagegen häufig nur eingeschränkt recyceln.

Deshalb prüfen wir vor dem Ankauf von Kunststoffabfällen, ob für das jeweilige Material eine geeignete Verwertungsmöglichkeit besteht.

Für den Ankauf von Kunststoffabfällen ist in der Regel eine Mindestmenge von etwa sieben Tonnen je sortenreiner Kunststofffraktion erforderlich. Erst ab dieser Menge lassen sich Transport, Zwischenlagerung und die Verarbeitung in einer geeigneten Recyclinganlage wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll organisieren.

Ob eine Abnahme möglich ist, hängt zusätzlich von der Kunststoffart, der Materialqualität, dem Standort und der verfügbaren Verwertungsmöglichkeit ab.

WERTSTOFFE IM KREISLAUF HALTEN:
Kreislaufwirtschaft, Wertstoff & Closed Loop

Recycelte Kunststoffe (Rezyklate) können Primärrohstoffe teilweise ersetzen, Entsorgungskosten stabilisieren und Kreislaufziele greifbarer machen. Der größte Nutzen entsteht dort, wo Materialströme sauber organisiert sind.

Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag: Wenn Abfall zum Wertstoff wird, verändert sich der Zugang im Unternehmen

Von Closed Loop spricht man dann, wenn aus einem sortenreinen Materialstrom wieder eine gleichwertige Anwendung entsteht – idealerweise sogar für denselben betrieblichen Zweck. Puhm entwickelt gemeinsam mit Unternehmen Closed-Loop-Lösungen für Kunststoffabfälle, um vorhandene Wertstoffe wieder als Rohstoff nutzbar zu machen.

Recyclingfähig beschreibt die theoretische Möglichkeit. Recycelt bedeutet, dass das Material den Kreislauf bereits real durchlaufen hat und wieder eingesetzt wurde. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag über den Unterschied zwischen recyclingfähig und recycelt.

Ein Kunststoff-Kreislauf lohnt sich wirtschaftlich dann, wenn regelmäßig ähnliche Mengen anfallen, die Qualität stabil ist und Rückführung oder Verwertung planbar werden. Genau dann sinkt der Einfluss reiner Entsorgungskosten. Mehr dazu erfahren Sie im Beitrag: Entsorgungskosten steigen – Recycling wird zur wirtschaftlichen Entscheidungen.

VOM KUNSTSTOFFABFALL ZUM NEUEN PRODUKT:
Umgesetzte Kreislaufwirtschaft-Projekte

Puhm entwickelt gemeinsam mit Unternehmen Lösungen, um geeignete Kunststoffabfälle getrennt zu sammeln, aufzubereiten und wieder als Rohstoff für neue Produkte einzusetzen. Dazu analysieren wir Materialströme, optimieren Sammlung und Sortierung und entwickeln passende Recycling- und Kreislaufkonzepte.

Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt zum Beispiel die Folien-Überhaube aus Recyclingmaterial: Sortenrein gesammelte Kunststofffolien werden aufbereitet und erneut als Folien-Schutzhaube für Big Bags eingesetzt.

Aus geeigneten Kunststoffabfällen entstehen neue Recyclingprodukte, wie etwa Folien-Überhauben oder perforierte Textilsammelsäcke aus Recycling-LDPE für den betrieblichen Einsatz.

Welche Lösung möglich ist, hängt vom Materialstrom, der Sortenreinheit, der verfügbaren Menge und dem geplanten Einsatzzweck ab. Gerne prüfen wir gemeinsam mit Ihnen eine passende Kreislauflösung.

Der Textilsammelsack aus recyceltem LDPE verbindet Kreislaufwirtschaft mit praktischen Eigenschaften wie Mikroperforation, Reißfestigkeit und geringem Gewicht.